Forum:E-Learning
Thema:Interessanter Blog-Beitrag von L&Dpro
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T H E M A     A N S E H E N
Speicherbaerle

Beiträge: 5474 / 2

Hallo murphy2,

vielen Dank für diesen tollen Beitrag.

Darin haben Sie wirklich sehr viele Themen benannt, die auch mir nach so langem Tun in den Foren hier auf cad.de schon einige Gedanken bereitet haben.

Wie Sie bin auch ich bereits seit 2002 auf cad.de aktiv. Schon ne Ecke, gell...

 

Mein Aussage:
"das Forum hier ist ja nicht wirklich "belebt"

bezog sich darauf, dass seit meinem ersten Beitrag hier am 02.06.2017 kein neuer Beitrag hinzu kam. Dabei meine ich nicht als Antwort auf meine Beiträge - sondern auch komplett neue Beiträge.

Das war keineswegs als "Kritik" an den TN/innen hier gedacht. Mir ist das nur aufgefallen.

Und da es ja hier im Forum um das Thema "Elearning" geht, welches mich seit einigen Jahren schon sehr beschäftigt, fand ich das eben in gewisser Weise schade.

Auf alle Ihre Anregungen und genannten Themen kann ich eben nicht ausführlich eingehen.

Was mich besonders angesprochen hat sind folgende Themen:

- in vielen Betrieben wird die "Weiterbildung" immer häufiger an die Mitarbeiter selbst "übertragen". In manchen Bereichen werden den Angestellten kaum noch Schulungen vom Arbeitgeber geboten. Eine Entwicklung, die mir schon häufiger so berichtet wurde und die ich auch selbst schon so gemacht habe.

- Ja, es ist wirklich so, wie Sie Schreiben:

"Da ich das weder zum Thema CAD noch CAM in der Arbeitszeit tun kann, da gäbe es sicher Leute, deren Blutdruck dann steigen würde, tue ich es abends. Das wiederum setzt eigene Lizenzen voraus, bei CAM bin ich bei rund 25kEuro - pro Arbeitsplatz. Dann noch die CNC-Maschinen, CAD geht da eher im Rauschen unter."

"Tagsüber muß eh schon 8h auf einen wahlweise weissen, schwarzen oder blauen Bildhintergrund schauen, der sich zum Glück nicht zu sehr in die Netzhaut einbrennt, das Auge aber schon nach Fluchtmöglichkeiten sucht. Das will ich abends nicht fortsetzen, also gestalte ich es mir da lebendiger, das merkt man auch an der Arbeitseffizienz."

Auch das Thema "Gesundheit" ist ein ganz wichtiges - absolut!
Und leider viel zu oft vernachlässigt.

Diese Aussagen von Ihnen:

"Da mir auch CAD.DE mit Sorge ums Image den Spaßfaktor nicht zugesteht, landeten die meisten Arbeiten eben dort, wo es Spaß machte. Mit anderen Worten, die CAx-Fachforen haben Konkurrenz und merken es nichtmal, selbst dann nicht, wenn ganze Bereiche vertrocknen."

"Man muß hier auch fairerweise sagen, daß es die äusseren Restriktonen sind, die die Freiheiten einschränken und man letztlich nur umsetzt, was umgesetzt werden muß und man sich auch weit genug auf Sicherheitsabstand begibt. Die Regelungen selbst sind Lobbyarbeit von Medienkonzernen, die in der EU-Kommission offene Türen einrennen, es nicht gern sehen,..."

sind äußerst interessant - und stimmen mich in gewisser Weise doch nachdenklich.

Wenn "Lernen" und der "fachliche Austausch" untereinander von den Rahmenbedingungen her betrachtet dermaßen komplex und restriktiv wird, dann gehen neben den genannten Reibungsverlusten eben auch "die Motivation und der Antrieb" verloren.

Ich weiß nicht, ob dann bei vielen folgt: "Dienst nach Vorschrift" oder gar das häufig beschriebene "innere kündigen".

Beides sind m.M.n. so umfangreiche und komplexe Themen, dass man sie kaum hier ausführlich behandeln kann.

Wissen Sie, mir geht es da um weitaus "kleinere" Dinge, so z.B. darum, was das Thema "Elearning" eigentlich meint. Was es leisten kann. Was nicht.

Auch und gerade bei technisch sehr anspruchsvollen  Softwareanwendungen.

Alleine auch das Thema, dass es äußerst verschiedene "Lerntypen" gibt, war mir bis vor ca. 3 Jahren so nicht bekannt.

Die einen benötigen den klassischen, frontalen Präsenzunterricht.

Andere sind eher Autodidakten, und lernen sehr gerne alleine. Dabei nutzen sie die versch. Möglichkeiten, die es eben heute gibt.

Wieder andere bevorzugen eine "Mischung" daraus - aus Präsenzphasen kombiniert mit Selbstlernphasen. (Blended Learnning).

Manche mögen synchrones Lernen - andere bevorzugen asynchrones Lernen.

Alleine die Begriffsbestimmungen, was denn nun eigentlich was meint, ist immer noch ein Thema "für sich"...

Und eben, dass weder das eine (präsenz) noch das andere (Elearning, webinare etc.) einen alleinigen Anspruch haben kann, zu "Wissen" was die beste Form der Wissensvermittlung abbildet.

Meiner Meinung nach eine Mischung aus beidem. Und noch etwas mehr.

So finde ich es wirklich spannend, hier die unterschiedlichsten Ansätze, Meinungen und Erfahrungen zu lesen bzw. zu hören.

Auch und gerade zu dem Thema Wissenstransfer, der diesem Beitrag von mir zugrunde liegt.

Und dies nicht empfunden als "zwischen den Fronten" - sonder eher als interessierter Beobachter...Leser...und ab und an - als Schreiber...

Es gibt so viele Dinge, die hieraus (aus einem ungünstigen Wissenstransfer) entstehen können.

- Der/die Anwender/In erhält vom Chef eine Schulung bezahlt, die z.B. 3 Tage geht (zunächst egal, ob Präsenz, Inhouse oder Elearning).

Hier wäre es schon wichtig, dass die Schulungsinhalte und Ziele allen beteiligten vorab wirklich klar sind. Wenn der Chef meint, es handelt sich um eine Experten-Schulung, es sich aber um eine Grundlagenschulung handelt, dann sind hier schon ungünstige Weichen gestellt.

- Über dem/der Anwender/In wird in diesen 3 Tagen sozusagen ein  Füllhorn an Wissen "ausgeschüttet". Meist von wirklich versierten Dozenten.

- Nachdem dann der/die geschulte wieder in der Firma ist, können dann u.U. folgende Meinungen aufeinander treffen:

Der Chef (und die Kollegen/Innen) meinen, nun kann der (oder sie) das aber, war ja auf Schulung.

Der/die geschulte bekommt das Wissen aber nicht in die tägliche Arbeit übertragen.

Nun kommt ein Kollege und meint zu dem geschulten, kannst du mir das zeigen, ich hab es noch nicht verstanden - aber da du jetzt ja geschult bist...weißt du bestimmt, wie es geht...der Chef hat zu mir gesagt, ich brauche jetzt keine Schulung machen - ich kann ja dich Fragen...

Das kann für alle beteiligten geradezu eine ganz mächtige Belastung werden. Im schlimmsten Falle kann so etwas die Stimmung einer ganzen Abteilung sehr ungünstig beeinflussen.

Von daher war meine Überlegung, wie könnte man eben diesen Wissenstransfer so verbessern, dass er letzen Endes eben allen o.g. etwas bringt.

Dazu gibt es interessante Untersuchungen. Neben den Gründen (Motivation, warum wird eine Schulung gemacht...) spielen eben auch die unters. Lerntypen eine große Rolle bei diesen Betrachtungen.

Da gibt es eben Modelle, die davon ausgehen, dass (egal ob Präsenz oder virtuell), bis zu 80ig % des Wissen, welches vermittelt wurde, den Weg in die praktische Anwendung nicht findet.

80%!

Das frustriert ja nicht nur die Dozenten und Teilnehmer. Natürlich auch die Kostenträger (Chef's). Und die Anbieter der Schulungsmaßnahmen. Ganz zu Schweigen von den Anbietern der geschulten Produkte.

Dies alles mag dazu beitragen, dass dieses Thema eben schon ein wichtiges ist. Und oftmals eines, das nicht kommuniziert wird.

In einer TV-Dokumentation habe ich vor ein paar Monaten gesehen, dass aus Kostengründen viele Apotheken immer häufiger auf "Weiterbildung ihres Personals mittels Onlinekursen" setzen.

Darin wurde sogar berichtet, das dies im Gesundheitswesen eine immer größere Bedeutung findet.

Da beschäftigt mich dann schon der Gedanke, auch nach Ihren Ausführungen hier, wo dass denn hingehen mag...

Sie Schreiben:
"eLearning ist also schon ein Thema und ein sehr wichtiges. Optimalerweise ohne zeitliche und räumliche Bindung (vgl. Ex-Fernlehrinstitut Christiani). Nur sollte sich das halt nicht anfühlen wie ein Marsch durch die Wüste ohne Wasser."

Bravo! So genial formuliert! Übrigens habe ich auch bei dem von Ihnen genannten Fernlehrinstitut einen Lehrgang belegt  

Und hier schreiben Sie:

"Um aber zum Schreiber zu werden, damit die Suchmaschine hinterher was findet, ist es noch eine Hürde und für den Dauerschreiber fehlt's ganz massiv an Motivation und Identifikation. Und woher soll die auch kommen, wenn das Forum nicht mehr bietet als einen verlängerten Arbeitstag?"

Sehr gut!

Motivation und Identifikation. Nicht nur "uns" Schreiber kann dies meinen - eben und im besondern jene, die geschult werden wolle/sollen.

Jeder, der sich mit seiner Firma, seinem Tun identifizieren kann, wird in aller Regel so viel Motivation mitbringen, das es zu den 20% gehört, die das erlernte sehr gut in die Praxis einfließen lassen können.

Die anderen 80% dürfen aber nicht "hinten runter fallen".

Noch eine Anmerkung hierzu - Sie schreiben:
"Natürlich liest man Ihre Beiträge und geht auch durch Ihre Signaturlinks, egal, ob die sich nun mit der Forenregel "Eigenwerbung" vertragen oder nicht."

Nachdem ich in versch. Foren schon viele Jahre aktiv bin, sind diese links den Machern von cad.de bekannt. Bis heute hat sich daran niemand gestört. Sollte es hier von den Machern bedenken geben, werde ich diese natürlich sofort entfernen...alleine - würde da ja wieder meinem Spaß, meiner Motivation und meiner Identifikation nicht förderlich sein, mich hier in den Foren so einzubringen.

 

Haben Sie einen schönen Tag - viele Grüße...  

------------------
 

Gruß

Speicherbaerle ;-)

Bitte beachten! Alle Tipps, Ratschläge, Hinweise und Lösungsvorschläge, die ich hier auf cad.de einbringe, bringe ich nach bestem Wissen ein, jedoch ohne jedwede Gewähr!

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