12 Volt LED ohne Vorwiderstand / Heisse Eisen
Gerhard Deeg 06. Sep. 2020, 12:20

Liebe Freunde des Heissen Eisens,

ich hab mal eine Frage an die Gemeinde: Gibt es LEDs mit denen man gleich an einen Trafo mit 12 Volt anschließen kann, ohne einen Vorwiderstand davor zu löten.

Vor Jahren habe ich mal welche gefunden, in 3mm Durchmesser die ich heute nicht mehr finden kann.

Wer hat sowas in letzter Zeit mal gekauft und weiß noch wo? Es können auch 5mm LEDs sein, wichtig ist nur, dass man eben keinen Vorwiderstand dazwischen löten muss.

Es würde mich freuen, wenn es jemand wüsste, Farbe spielt im Augenblick keine Rolle.

Gruß aus Berlin Gerhard     

nightsta1k3r 06. Sep. 2020, 12:48

Hallo Gerhard,
ich wüßte keine LED, die mit 12V arbeitet.

Der Vorwiderstand bei LEDs ist nicht nur zum Anpassen der Arbeitsspannung.
Auch wenn die Versorgungsspannung ca. der Betriebsspannung der LED liegt sollte ein Vorwiderstand rein.
Eine LED ist eine Diode, die sperrt in eine Richtung und läßt in die andere Richtung widerstandsfrei durch.
D.h. wenn du eine LED an eine Stromquelle so anlegst  dass sie leuchtet, hast du eigentlich einen Kurzschluss!

Der Vorwiderstand einer LED hat daher auch die Aufgabe den Strom zu begrenzen.
Also ein paar LEDs in Reihe dass der Spannung pro LED theoretisch passt, sollten trotzdem einen Vorwiderstand bekommen, damit der Arbeitsstrom begrenzt ist und die LEDs länger leben.


Roland Schröder 06. Sep. 2020, 13:34

Moin!

Doch, LED mit eingebautem Vorwiderstad (vielleicht ist es sogar ein Stromregler) gibt es. Ich besitze auch eine, und zwar eine rote in einem beleuchteten Kompass der Marke Silva (den ich umgebaut habe, weswegen ich das so genau weiß). Wo es die einzeln gibt, wäre zu recherchieren. Ich schau nachher mal. 

Allerdings sehe ich jetzt noch nicht, worin das Problem besteht, einfach stattdessen einen Widerstand von geringer Baugröße in die Zuleitung zu löten.

Roland Schröder 06. Sep. 2020, 13:39

Zitat:
Original erstellt von Roland Schröder:
Ich schau nachher mal.  
Das war jetzt nicht so schwer:
https://de.rs-online.com/web/c/displays-und-optoelektronik/leds-und-led-zubehor/led/?sra=p&applied-dimensions=4292862554,4293203249,4293228756,4292875773,4293256188,4292772315,4294260435,4291037164,4291513885,4292854576,4292858403,4291549932,4294253506,4293203513,4293203510&rpp=100

Roland Schröder 06. Sep. 2020, 15:49

Zitat:
Original erstellt von nightsta1k3r:
...und läßt in die andere Richtung widerstandsfrei durch.
Nein, widerstandsfrei ist sie dann nicht!

Es stellt sich eine für die jeweilige Sorte (Material, Farbe,...) typische Gegenspannung ein, die außerdem auch von Temperatur, Alterung und dem aktuellen Strom (!) beeinflusst wird. Wenn eine höhere Spannung angelegt wird, steigt der Strom aber überproportional stark an. Dazu kommt, dass dann die LED wärmer wird, was die Gegenspannung verringert, wodurch dann noch mehr Strom fließt. Wirkt wie Kuzschluss, ist aber nicht dasselbe.

Ein Vorwiderstand dämpft das und reicht für normale Zwecke auch völlig aus, aber ein Strombegrenzer ist er nicht! Ein Vorwiderstand sorgt nur dafür, dass die Stromsteigerung bei einer Spannungserhöhung weniger schlimm ist. Er muss für jede Kombination aus Versorgungsspannung, LED-Spannung und LED-Strom passend ausgelegt werden. Wenn die Versorgungsspannung genau in den möglichen Betriebsbereich der LED passt und selber nur begrenzt stark ist, wie z. B. bei Knopfzellen, geht es auch ohne Vorwiderstand.

Ordentliche Treiber, z. B. für Photobeleuchtung, messen den tatsächlichen Strom durch die LED und halten ihn duch Anpassen der Versorgungsspannung konstant.

Und noch ordentlichere Treiber, z. B. für Scheinwerfer, messen die Temperatur des Kristalls in der LED und verringern nötigenfalls auch noch den Strom, um Überhitzung zu vermeiden.